Versicherungspflichtige Personen

Die Rentenversicherungspflicht beginnt bereits mit der Aufnahme einer Tätigkeit im Rahmen eines Berufsausbildung. Versicherungspflicht besteht somit grundsätzlich für alle Arbeiter und Angestellten. Hierbei spielt die Höhe des Einkommens keine Rolle. Anders bei den Krankenversicherungen, hier hat man ab der Überschreitung einer bestimmten Einkommensgrenze die Wahl zwischen der freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse oder einer Privatversicherung.

Versicherungspflichtig sind auch alle die Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld oder ALGII beziehen. Zu den Lohnersatzleistungen gehören auch Zahlungen von Krankengeld. Behinderte die eine Tätigkeit in Werkstatteinrichtungen leisten fallen ebenfalls unter die Pflichtversicherung.
Während der Wehrdienst- oder Ersatzleistungszeiten wie zum Beispiel ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr besteht ebenfalls Versicherungspflicht. Auszeiten aus dem Beruf zur Betreuung des Nachwuchses fallen ebenfalls in die Regelung der Versicherungspflicht.

Im § 1 bis 3 SGB (Sozialgesetzbuch) ist geregelt wer genau zum Personenkreis aller Pflichtversicherten gehört.

Hinzu hat ein bestimmter Personenkreis die Möglichkeit einen Antrag auf Pflichtversicherung zu stellen. Hierzu gehören seit 2002 die Prostituierten sowie Personen die als Entwicklungshelfer für eine begrenzte Zeit im Ausland beschäftigt sind und Andere.

Von jeder Regel gibt es Ausnahmen.

So gibt es eine Sonderregelung für die geringfügige Beschäftigung und eine Reihe von Arbeitnehmer die nicht der Versicherungspflicht unterliegen. Diese sind unter anderem Beamte, Richter, Soldaten (nicht Wehrpflichtige), Mitarbeiter der Anstalten von öffentlich rechtlicher Natur und deren Verbände. Selbstverständlich sind Personen die bereits eine Rente beziehen ebenfalls nicht mehr Versicherungspflichtig.