Rentenartfaktor

Vor den Rentenversicherungsträgern wird die Art der Rente und deren Einfluss auf die soziale Absicherung des Leistungsempfängers unterschiedlich gewichtet. Der Rentenartfaktor weist also aus, um welche Art von Rente es sich handelt. Hier werden neben der Altersrente die das weggefallene Einkommen aus Arbeit ersetzen soll auch Renten für Berufsunfähigkeit und Erwerbsminderung sowie Rentenarten für den Hinterbliebenenschutz wie Witwenrente und Waisenrente bewertet.

Wichtig für den Versicherungsträger ist hierbei das Ziel der bestmöglichen Sicherung zu erreichen. Fällt also durch Beginn der Regelaltersrente das Einkommen weg, muss dies anders bewertet werden wie der Wegfall nur eines Anteils am Einkommen zum Beispiel durch eine teilweise Erwerbsminderung.

Der Rentenfaktor von 1,0 wird bei der Altersrente, Erziehungsrente und der vollen Erwerbsminderungsrente zugrunde gelegt. Ebenso die große Witwen/Witwerrente und die Rentenbezüge des Sterbevierteljahres. Nach Ablauf des Sterbevierteljahres verringert sich den Rentenfaktor für die kleine Witwenrente auf 0,25 sowie bei der großen Witwenrente auf 0,55. Der hälftige Rentenfaktor, sprich 0,5 wird bei einer teilweisen Erwerbsminderungsrente zugrunde gelegt. Für die Rente der Vollwaisen beträgt der Rentenfaktor 0,2 und für die Halbwaisenrente 0,1.

Mit dem Zugangsfaktor können Vorteile oder Nachteile ausgeglichen werden die ein Rentenbezug außerhalb der Regelaltersrente mit sich bringt. Somit richtet sich der Zugangsfaktor immer nach dem tatsächlichen Alter zum Zeitpunkt des erstmaligen Rentenbezuges. Der Zugangsfaktor hat daher direkten Einfluss auf die Bewertung der persönlichen Entgeltpunkte. Der Regelzugangsfaktor wird mit der Zahl 1,0 bemessen. So gibt es für jeden Rentenberechtigten der später als zum Regelalter in Rente geht Gutschriften. Jeder Rentner der die Wartezeit erfüllt hat und das 65. Lebensjahr erfüllt hat, bekommt für jeden weiteren Kalendermonat der Beschäftigung 0,005 Punkte hinzugerechnet.

Bei anderen Rentenarten wie Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente welche vor dem gesetzlichen Rentenbeginn liegen (derzeit das 63. Lebensjahr) wird pro Monat der Abzug mit 0,003 Punkten bemessen. Allerdings können nicht mehr als 0,108 Punkte vom Ausgangsfaktor von 1,00 Punkten in Abzug gebracht werden. Die gleichen Abzüge werden gemacht bei vorzeitigem Bezug von Altersrente.