Voraussetzungen für die halbe Erwerbsminderungsrente

Um Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente zu haben, müssen versicherungsrechtliche Voraussetzungen erfüllt sein. Hierzu gehört eine Beitragszeit von 60 Monaten vor Eintritt der Erwerbsminderung und während der letzen 5 Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung die Leistung von mind. 36 Monate Pflichtbeiträgen.

Besonders markant war die Änderung des Rentenrechtes im Jahr 2001. Wer bisher in seinem erlernten oder zumutbaren Beruf nicht mehr arbeiten konnte, erhielt eine Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsrente.

Nach der neuen Regelung kommt es nicht mehr auf den erlernten Beruf an, sondern nur noch darauf, ob einer beruflichen Tätigkeit (gleich welcher Art) nachgegangen werden kann. Eine Übergangsregelung im Rahmen des Vertrauensschutzes ist für Personen die vor dem 02.01.1961 vorgesehen. Hier ist gesichert, dass die Erwerbsunfähigkeit sich auf den zuvor ausgeübten Beruf beziehen muss. Ist zum Beispiel ein Bäcker aufgrund einer Mehlstauballergie nicht mehr in Lage seinen Beruf auszuüben, gilt dieser wenn er vor dem Jahr 1961 geboren wurde als Berufsunfähig.

Nach der neuen Regelung könnte er aber eine volle Tätigkeit als Parkwächter ausführen und somit käme die Rente nicht in Frage. Die durch die zumutbare Tätigkeit möglicherweise entstehende Versorgungslücke aufgrund Minderverdienst muss der Betreffende selbst schließen.