Altersrente für schwer behinderte Menschen

Sind Sie aufgrund eines Unfalles oder Krankheit schwer behindert, besteht ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Altersrente. Der Grad der Behinderung wurde meist zuvor durch andere Institutionen wie Krankenkassen, Unfallersatzkassen oder Anstalten der Berufsgenossenschaften festgestellt. Liegt der Grad der Behinderung bei mindestens 50% so ist bereits eine Voraussetzung für die Altersrente erfüllt.

Es gibt eine Ausnahmeregelung für Personen die vor dem 01.01.1951 geboren wurden. Sind diese Berufsunfähig oder Erwerbsgemindert, und es liegt jedoch keine anerkannte Schwerbehinderung vor aber die Wartezeit von 35 Jahren ist bereits erfüllt, so kommen auch diese Versicherten in den Kreis der Altersrentenbezugsberechtigten.

Auch bei dieser Art der Rente wurde die Altersgrenze angehoben. Für alle Versicherten die nach dem 31.12.1940 geboren wurde gilt die Anhebung der Altersgrenze. Personen die vorher geboren wurden werden noch nach der alten Regelung berentet und konnten bereits mit der Vollendung des 63. Lebensjahres ohne Kürzung der Rentenbezüge in Rente gehen. Das Renteneintrittsalter ist auf das 65. Lebensjahr angehoben worden.

Die Anhebung findet in monatlichen Stufen statt, so dass jeder Monat des früheren Altersrentenbezuges eine Minderung von 0,3% des Rentenzahlbetrages zur Folge hat. Da diese Kürzung sich nicht nur bis zur Vollendungen des 65. Lebensjahres auswirkt, sondern für die gesamte Rentenbezugsdauer ist es sinnvoll sich bei dem Wunsch eines vorzeitigen Rentenbeginns gut beraten zu lassen. Der früheste Termin für den Bezug dieser Rentenart ist jedoch die Vollendung des 62. Lebensjahres.

Für einige Versicherte gibt es Ausnahmen von der Erhöhung der Altersgrenze. Diese kommen in den Genuss der Vertrauensschutzregelung und Übergangsrecht. Wenn Sie bis zum 16.11.1950 geboren sind und am 16.11.2000 eine Schwerstbehinderung vorlag, so gilt die alte Regel. Sie können demnach bereits mit 60 Jahren diese Rente beantragen und müssen keine Kürzung hinnehmen.