Versicherungspflicht auf Antrag

Ist ein Bürger Selbstständig oder arbeitet einige Zeit im Ausland, kann er sich weiterhin auf Antrag freiwillig bei der deutschen Rentenversicherung versichern. Durch die freiwillige Versicherung erhält der Versicherte alle Rechte und Pflichten, die auch ein Pflichtversicherter hat. Für Selbstständige gilt: Spätestens 5 Jahre nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit muss ein Antrag auf freiwillige Versicherung erfolgen. Danach hat der Selbstständige kein Anrecht mehr, der freiwilligen Versicherung beizutreten.

Die Nachversicherung gewährleistet bei einigen wenigen Sonderfällen die nachträgliche Anrechnung von Sozialversicherungszeiten, in denen der Versicherte nicht in die Rentenversicherung eingezahlt hat.

Die Anwartschaft wurde eingeführt, um einem Pflichtversicherten die Möglichkeit zu bieten die Versicherung ruhen zu lassen, wenn er sie nicht mehr benötigt und ihm zu gewährleisten zu den alten Bedingungen seine Versicherung wieder aufzunehmen.

Der Versorgungsausgleich regelt die Ansprüche auf Altersversorgung von Eheleuten. Ist zum Beispiel in einer Ehe nur ein Partner einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgegangen und es kommt zu einer Scheidung, werden die, in der Zeit der Ehe eingezahlten Rentenbeträge, gerecht unter beiden Partnern aufgeteilt. Dies gilt nur für die Jahre in denen die Ehe Bestand hatte. Die Jahre, in denen vor der Ehe vom berufstätigen Ehepartner in die Rentenversicherung eingezahlt wurde, bleiben außer Acht. Sollten die Eheleute einen Ehevertrag geschlossen haben, in dem der Versorgungsausgleich ausgeschlossen wurde, tritt dieser auch nicht in Kraft. Ausnahme ist hierbei, wenn die Ehe nach weniger als einem Jahr des Vollzuges wieder geschieden werden sollte. In diesem Fall wäre der Ausgleich nur für diese Zeit berechnet werden.