Rentenantrag und Rentenbeginn

Der Weg vom Berufsleben zum Rentner ist ein Verwaltungsakt, der grob in drei Schritte unterteilt werden kann.

Rentenantrag:
Zu Beginn des Rentnerdaseins steht der Rentenantrag da die gesetzliche Rente nur auf Antrag gewährt wird. Dieser sollte circa vier bis sechs Monate vor dem gewünschten Renteneintritt beim zuständigen Rentenversicherungsträger gestellt werden, um zeitliche Verzögerungen durch zum Beispiel Lücken im Versicherungsverlauf, zu vermeiden. Die benötigten Antragsvordrucke zum Rentenantrag sind beim zuständigen Rentenversicherungsträger erhältlich. Etwa eine Woche nach Eingang des Rentenantrages erhält man eine schriftliche Bestätigung.

Rentenbeginn:
Der Eintritt in die Altersrente ist nach der stufenweisen Anhebung des Renteneintrittsalters ab dem 67. Lebensjahr ohne Einbußen möglich. Jeder Bürger kann frei entscheiden, wann er diesen Zeitpunkt wählt. Möchte er jedoch vor Vollendung des 67. Lebensjahres in Rente gehen wollen, so muss er mit Abzügen an seinen Rentenbezügen rechnen. Der zeitliche Beginn richtet sich nach dem Zeitpunkt der Antragsstellung und ob alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt werden. Sollte die Antragsstellung verspätet gestellt werden beginnt die Rentenzahlung zu Zeit der Antragsstellung. Somit ergibt sich eine Rückwirkende Bewilligung des Antrages.

Rentenbescheid:
Der Rentenbescheid wird dem Antragsteller vom zuständigen Rentenversicherungsträger zugesandt. Er sagt aus, ob der Antrag bewilligt, abgelehnt oder zum Teil bewilligt oder abgelehnt wurde und die Höhe der Rentenzahlungen festlegt. Der Rentenbescheid kann bei berechtigten Zweifeln angefochten werden. In der Regel sind die Angaben und Feststellungen des Rentenversicherungsträgers jedoch richtig. Sollten aber berechtigte Zweifel an der Richtigkeit des Bescheides bestehen, steht es jedem Antragsteller offen diesen von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Der Antragsteller ist im äußersten Fall auch berechtigt Rechtsmittel einzusetzen.